Zivilcourage Innviertel wurde als Folge eines Vortrages über die Auswirkungen
der Gentechnik in der Landwirtschaft, am 19. März 2008 in Tarsdorf, nach Vorbild
der bayrischen Kollegen gegründet.
Zivilcourage Innviertel agiert als unabhängiger Verein, der sich durch sich selbst
und wenn notwendig durch freiwillige Zuwendungen finanziert.
Wir sind offen für alle, die zur Sicherung der guten Qualität unserer Lebensmittel,
zum Schutz der bestehenden überschaubaren Strukturen der heimischen
Landwirtschaft, der gesunden Böden und Gewässer, der pflanzlichen Vielfalt, sowie
der gesamten Umwelt beitragen möchten.
Alle diese angeführten Schätze unserer Heimat sind massiv gefährdet!
Wo kein Ausstieg möglich ist, verbietet sich der Einstieg!
Wir wollen mithelfen, einer breiten Basis von Landwirten und Verbrauchern Informationen und
Hintergründe der Agro-Gentechnik zugänglich zu machen. Es geht darum, sich selbst über die
Nachteile der Agro-Gentechnik und deren nicht mehr revidierbaren Folgen zu informieren und
dieses Wissen im eigenen Umfeld weiter zu vermitteln. So werden wir auch Nicht-Landwirte
erreichen, die als Verbraucher selbst massiv betroffen sind.
Wir werden bei all unseren Aktivitäten und Gesprächen darauf achten, dass sich nie jemand
persönlich angegriffen fühlt. Es soll stets klar sein, dass es uns ausschließlich um die Information
über die Gefahren der Freisetzung von genmanipulierten Organismen in unseren natürlichen
Kreisläufen geht.
Die Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Öffentlichkeit so objektiv wie möglich über
die Auswirkungen der Agro-Gentechnik zu informieren.
Wir setzen uns ein, für eindeutige Kennzeichnung von gentechnikfreien Lebens- und Futtermitteln,
für gentechnikfreie Fütterung in der Landwirtschaft und für Bewusstseinsbildung über die Folgen,
die die Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen mit sich bringt.
Wir achten darauf, dass unsere Teller und unsere Futtertröge frei bleiben von Gentechnisch
Veränderten Organismen, auch GVO oder GMO (Gentechnisch Manipulierte Organismen)
genannt.
Österreichs Landwirtschaft ist (noch) nicht gentechnikfrei (siehe Grenzwerte für
Kennzeichnungspflicht in Lebens- und Futtermitteln)!
Tierprodukte wie Fleisch und Milch, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Futtermitteln
(meist Gensoja) produziert wurden, unterliegen noch nicht der Kennzeichnungspflicht.
Die Anbau- und Einfuhrverbote stehen noch auf sehr wackligen Beinen! Immer wieder wurde und
wird auf EU-Ebene versucht, Österreichs Agro-Gentechnikgesetze zu kippen.
Nur durch Information der breiten Öffentlichkeit und durch Bewusstseinsbildung, können
wir auf Dauer unsere gesunden Lebensmittel und Lebensräume erhalten.
In einer funktionierenden Demokratie reicht es nicht immer, bei Wahlen sein Kreuz zu setzen.
Manchmal ist auch aktive Zivilcourage gefordert!
Das sind wir unserern Kindern schuldig!
Darum sind wir aktiv mit Info-Ständen auf diversen Veranstaltungen, verteilen Info-Material,
und veranstalten und bewerben Vorträge und Filme, weisen auf einschlägige Literatur hin und
betreiben diese Homepage.
Sie wollen bei uns Mitglied werden?
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